Die erste Woche Spanien

Da die Beschreibung jedes einzelnen Tages den Rahmen sprengen würde (und ich inzwischen etwas faul geworden bin was die Notizen angeht), gibt’s jetzt eine kleine Zusammenfassung:

Donnerstag, 03.09.2009 – Der Hausmeister hat die Miete und Kaution „eingetrieben“. Danach war wieder die Uni dran. Erst im ORI Bescheid gegeben, dass wir eine Wohnung haben und dann die Zugangsdaten für das WLAN geholt.
Zum Schluss ging es zu unserem neuen Büro, welches wir prompt umstellten (gegen die Wand zu arbeiten ist nicht mein Ding). Danach noch etwas eingerichtet und fertig war der Lack.

Freitag, 04.09.2009 – Um einen Uni-Ausweis für den Bus zu bekommen, braucht man diverse Kopien und zwei Passfotos. Erstere konnte man ganz gut im „Centro Commercial“ erledigen. Letztere waren schon etwas schwieriger. Ich hatte nirgends einen Automaten gesehen und die Läden in der Stadt hatten genau dann zu, wenn ich davor stand.
Fotos konnte ich später im „Carrefour“ machen lassen. Das ist ein riesiges Einkaufszentrum/Mall in unserer Nähe. Sehr imposant und mit einer Menge Auswahl. Dafür natürlich auch ziemlich teuer. Da auch hier demnächst „District 9“ anläuft, spiele ich mit dem Gedanken das dort integrierte Kino zu besuchen. Mal schauen was draus wird…

Samstag, 05.09.2009 – Die Isla Cies: T R A U M H A F T. Mit einem Katamaran ging es gegen 10:30 Uhr los Richtung Insel. Diese liegt in der Bucht von Vigo und ist ca. 30-40 Minuten entfernt. Die Bilder sagen mehr als Worte und werden bald folgen…
Ein paar Stichpunkte: Faro de Cies (der Aufstieg zum Leuchtturm hat insgesamt mehr als eine Stunde gedauert), Wäldchen & Klippen, der „Top-10 Strand“ der Welt (gekürt von „The Guardian“) und einiges meer…
Um 19:30 ging es jedenfalls zurück und bei Ankunft in der Wohnung war ich mehr als platt. Es hat sich aber für dieses krasse Erlebnis gelohnt. Ich sage nur EMPFEHLENSWERT!

Sonntag, 06.09.2009 – Immer noch ziemlich geschafft vom Vortag, ging es erstmal etwas ruhiger zu. Gegen Abend gab’s dann noch einen kleinen Abstecher in den „Parque Quiñones de León“, der zum Glück gleich um die Ecke ist. In den nächsten Tagen werde ich versuchen noch mehr zu erkundschaften.
Aus dem Park ging es direkt weiter in den „Open Cor“. Einer Supermarkt-Kette die auch sonntags auf hat. Wie sonst auch wird dieser Extra-Service natürlich durch gehobenere Preise bezahlt.

Montag, 07.09.2009 – Universität. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht hab ich’s auch einfach vergessen. 😛

Dienstag, 08.09.2009 – Da ich inzwischen Kontakt zu anderen Erasmus-Studenten bekommen habe, wurde ich zu einer kleinen Erasmus-Abschieds-Fete am Strand Vao eingeladen. Nach einiger Vorplanung mit den Buslinien dachte ich auch dass ich es gut schaffen würde… Pustekuchen. Auf der Hinfahrt bin ich einige Haltestellen zu früh ausgestiegen. Der Strand Vao liegt „hinter“ dem Strand von Samil. Ich war jedoch sogar vor Samil ausgestiegen. D.h. weder in der Nähe des einen, noch des anderen Strandes. „Hilft ja nix, muss man halt etwas laufen“, dachte ich. Auch hier hatte ich mich getäuscht. Nach mehr als einer Stunde rumgeirre und ein paar Fragen an die Einheimischen, schaffte ich es verschwitzt an den Strand von Samil.
Nun musste ich aber Kevin (von den Erasmus-Studenten) irgendwie finden. Wieder telefoniert und McDonalds als Ziel abgemacht. Problem Nr. 3: Der McDonalds war ganz am Anfang vom Strand, ich war jedoch „in weiser Voraussicht“ Richtung Vao gelaufen. D.h. auch hier wieder umdrehen und die Strecke am Strand zurück.
Nachdem wir uns schließlich getroffen hatten, ging es wieder „hoch“ zum Strand von Vao. Dort waren wir ca. 1-2 Stunden und sind dann mit dem Bus in Richtung Vigo zurückgefahren. Bis dahin war die Tour, trotz der Anstrengungen sehr witzig und auch das ein oder andere Bild konnte ich schießen.
In Vigo ging es dann erstmal von der „Estacion de Autobuses“ zu Kevins Wohnung. Dort habe ich noch kurz seinen Vermieter kennen gelernt, der mir unbedingt zeigen wollte, wie gut er schon deutsch gelernt hat. Nach ein paar Sätzen, hat er mir dann noch einige Sehenswürdigkeiten und Inseln erklärt bzw. mit Google-Earth gezeigt.
Nach diesem kleinen Intermezzo ging es dann in eine „Cerveceria“. Wie es der Name schon vermuten lässt, gibt es dort vorrangig Bier. Zu jedem Bier gibt es aber kostenlos etwas zu essen. Da dort bei unserer Ankunft schon andere Erasmus-Studenten waren, war der Tisch schon mit „Pimientos Padron“, frittierten Mini-Tintenfischen und spanischem Kuchen etc. gedeckt. Wir waren gegen 23:30 Uhr da und um 00:00 Uhr wird der Laden dicht gemacht. D.h. man kann um 12 noch eben austrinken bzw. essen und den Laden verlassen aber nicht mehr den Laden betreten.
Weiter ging es zu einer Bar, dessen Namen ich mir nicht merken konnte. Jedenfalls probierte ich da ein mexikanisches Bier. Nicht schlecht, aber auch nicht der Hit. 😉 Gegen 02:00 Uhr machte ich mich dann auf den Heimweg, natürlich mit der Frage wo ich noch ein Taxi her bekommen könnte. Für mich auch eine plausible Antwort der anderen: am Bahnhof. Nur ging jetzt erst die Odyssee los:
Es war ja irgendwie klar das dort kein Taxi war. Was also machen, wenn auf den Straßen absolut nichts mehr los ist und man keine Taxi-Nr. hat? Man sucht den nächsten, größeren öffentlichen Platz. Nur gibt es da einen Haken, wenn man zuerst in die falsche Richtung läuft…
Wieder irrte ich durch irgendwelche Stadtgebiete, von Bushaltestelle zu Bushaltestelle (immerhin gibt es da Stadtkarten auf der die aktuelle Position angezeigt wird).
1. Versuch: „Estacion de Autobuses“ – Fehlanzeige, kein Taxi. Dafür eskortierte mich eine Polizei-Streife einen Block lang.
2. Versuch: „Plaza de Espana“ – Schließlich meine Rettung (zumindest die meiner Füße), denn es gibt dort eine große Tankstelle an der ab und zu Taxifahrer ihre Pause machen. Den bis dato einzigen konnte ich erwischen. Bis dahin sah ich aber einige interessante Ecken Vigos; inkl. Müllmännern und der Straßenputzkolonne, die die Straßen vom Hang mit kleinen Wasserwerfern abspritzen. Daher weiß ich jetzt auch zumindest warum morgens die Straßen nass sind, obwohl es nicht geregnet hat…
6 Euro weiter, war ich dann endlich um 3:30 zu Hause. Eine lange Tour, die ich nicht nochmal machen möchte, die trotz allem aber irgendwie interessant war.

Mittwoch, 09.09.2009 – University only.

Btw. gibt es wieder neue Fotos und ein Video zu bestaunen…

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Veröffentlicht am 10. September 2009, in Life, Spain, Travelling. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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